Arthritis: Heilung ist möglich

Rheumatoide Arthritis – Im Volksmund:"Rheuma"

Arthritis gilt als unheilbar. Man kennt weder die tatsächliche Ursache der rheumatischen Erkrankung noch eine nebenwirkungsfreie Therapie. Betroffene werden mit zweifelhaften Schmerzmitteln, Entzündungshemmern und sogar Chemotherapeutika ruhig gestellt. Dabei gibt es eine Ernährungsweise, die gemeinsam mit einer Reihe naturheilkundlicher Massnahmen den Körper in einen Zustand versetzen kann, so dass er sich schliesslich selbst von Arthritis oder zumindest einem Grossteil der schmerzhaften für Arthritis typischen Symptome befreien kann.

Rheumatoide Arthritis – Im Volksmund:"Rheuma"

 

Arthritis ist eine entzündliche, schubweise verlaufende Gelenkerkrankung, die zum grossen Formenkreis der rheumatischen Beschwerden gezählt wird, wozu neben zahlreichen verschiedenen Arten der Arthritis auch die Arthrose, die Gicht und der Weichteilrheumatismus gehören.

 

Wenn im Volksmund aber von "Rheuma" die Rede ist, meint man im Allgemeinen die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt), die oft mehrere Gelenke gleichzeitig, in vielen Fällen jedoch bevorzugt die Finger- und Fussgelenke befällt und die im Mittelpunkt dieses Artikels stehen wird.

Verwechslungsgefahr: Arthritis und Arthrose

 

Gerne wird die Arthritis von Laien mit der Arthrose verwechselt. Während aber die Arthritis eine Entzündung der Gelenke beschreibt, die im Verlauf der Krankheit zu Gelenkschäden führen kann, verhält es sich bei der Arthrose gerade umgekehrt. Hier führen die (angeblich abnutzungsbedingten) Gelenkschäden zu Entzündungen.

Offizielle Arthritis-Ursache: krankhafte Autoimmunprozesse

 

Bei Arthritis sollen der aktuell gültigen Theorie zufolge fehlgeleitete Autoimmunprozesse dazu führen, dass körpereigene Antikörper das Knorpelgewebe angreifen (was sich in einer schmerzhaften Entzündung äussert) und das Gelenk nach und nach zerstören.

 

Der Knorpel ist ein geschmeidiges, gallertartiges Gewebe, das in jedem Gelenk die Enden der Knochen vor Reibung schützt. Wenn die Knorpelmasse immer mehr schwindet, reiben irgendwann die Knochenenden schmerzhaft aneinander, was in Verhärtungen und Deformationen endet.

Arthritis: Die Symptome

 

Während die Arthrose ausschliesslich Probleme im betroffenen Gelenk beschert (bevorzugt Knie und Hüfte), wartet die Arthritis mit einer ungleich grösseren Fülle an Symptomen auf. Akute Schübe (die Wochen bis teilweise Monate dauern können) treten mit Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Fieber, starker Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf.

 

Auch so genannte Rheumaknoten gelten als Kriterium für Arthritis. Dabei handelt es sich um auffällige Verdickungen im Unterhautfettgewebe an der Streckseite der Gelenke. Doch damit nicht genug.

Eine Arthritis kann ausserdem von Kopfschmerzen, Depressionen, Hautkrankheiten und Juckreiz, Magen-Darm-Störungen, Schlaflosigkeit, Zahnfleischerkrankungen, sprödem und glanzlosem Haar, Schwindel, Augenproblemen und Atembeschwerden begleitet sein. Welche Symptome nun in welcher Kombination tatsächlich auftreten, ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Entzündung ja, nur wo?

 

Bei Arthritis zeigt eine Röntgenaufnahme erst im fortgeschrittenen Stadium (nach mehreren Jahren) Gelenkschäden, so dass eine solche in der Anfangsphase der Krankheit kaum eine diagnostische Hilfe sein wird. Meist ist es das Blut, das dem untersuchenden Arzt Rückschlüsse darüber erlauben soll, wie es um den Patienten steht.

 

Wenn das Blut nämlich die so genannten unspezifischen Entzündungszeichen meldet, dann deutet der Arzt das bereits als ersten Hinweis auf eine Arthritis – auch wenn unspezifische Entzündungszeichen eigentlich nur signalisieren, DASS da eine Entzündung ist. Vom Ort des Geschehens hat man damit aber noch lange keine Ahnung.

Arthritis wirklich unheilbar?

 

Eine andere Möglichkeit wäre, Ihrem Arzt zwar die Diagnose Arthritis abzunehmen, aber nicht an die Unheilbarkeit derselben zu glauben. Schliesslich behauptet er nur deshalb, Arthritis sei unheilbar, weil er es so gelernt hat, weil er es ständig in seinen Fachmagazinen liest, weil sein Pharmavertreter das so sagt und weil er selbst noch keinen Patienten erlebt hat, der ihn vom Gegenteil überzeugt hätte.

 

Das beweist aber nicht die Unheilbarkeit von Arthritis, sondern lediglich ein nicht vorhandenes Interesse der Wissenschaft und der Pharmaindustrie an einer ganzheitlichen Anti-Arthritis-Therapie (so dass es dazu verständlicherweise auch keine Studien geben kann). Dazu kommt die nicht vorhandene Selbstverantwortung der meisten Arthritis-Patienten, ihre Hörigkeit der Schulmedizin gegenüber sowie ihre mangelnde Bereitschaft, ihre derzeitige Lebens- und Ernährungsweise grundlegend zu ändern.

 

Zusammengefasst bedeuten die letzten beiden Absätze:

Wenn Arthritis unheilbar ist, gleichzeitig aber Menschen mit Arthritis-Diagnose – wenn sie gewisse Massnahmen ergreifen – symptom- und schmerzfrei werden können, dann hat man ihnen entweder eine Fehldiagnose angedeihen lassen oder aber Arthritis ist sehr wohl umkehrbar.

Arthritis: Die Ursache

 

Eine Krankheit zu heilen, gelingt am besten, wenn man deren Ursache bzw. Auslöser kennt. Bei Arthritis ist das in schulmedizinischen Kreisen bislang noch nicht der Fall. Wie bereits erwähnt bezeichnet man – wenn nicht gerade Bakterien zu einer kurzfristigen Arthritisattacke führten - einen Fehltritt des Immunsystems als die Ursache von Arthritis.

 

Doch den Auslöser, der überhaupt erst zu diesem Fehltritt geführt haben soll, kennt man nicht. Leider weiss man ausserdem nicht nur zu wenig über die Ursache der Arthritis, sondern es stellt sich immer mal wieder heraus, dass auch das, was man über die Krankheit zu wissen glaubte, nicht unbedingt korrekt ist.

Arthritis-Therapie der Schulmedizin

 

Bei Arthritis werden fünf verschiedene Arzneimittelgruppen eingesetzt:

  • Schmerzmittel
  • Nicht-Steroidale Anti-Rheumatika (NSAR) = entzündungshemmende Schmerzmittel ohne Cortison
  • Cortison
  • so genannte Basistherapeutika
  • so genannte Biologicals

Schmerzmittel und NSAR bei Arthritis

 

Bei den ersten Ansätzen einer Arthritis werden meist Schmerzmittel oder NSAR (z. B. Diclofenac oder Acetyl-Salicyl-Säure) verordnet. Beide haben mit Heilung nicht viel zu tun. Sie machen nichts weiter als den Arthritis-Schmerz zu betäuben.

 

Letztere dämmen ausserdem die Entzündung ein. Nebenwirkungen gibt es bei diesen Arzneimitteln leider zuhauf, z. B. Magenschäden, woran allein in den USA jährlich 170.000 Menschen nur aufgrund der Einnahme der genannten Medikamente leiden. 16.500 von ihnen versterben an den Folgen von Magenblutungen.

 

Weitere Nebenwirkungen sind Impotenz, Bluthochdruck und Leberschäden.

Das Schmerzmittel Paracetamol, das sehr gerne bei rheumatischen Gelenkschmerzen verordnet wird, ist der Spitzenreiter unter jenen Medikamenten, die zu akutem Leberversagen führen können. [Quelle]

 

Paracetamol ist für zwei Drittel aller Fälle akuten Leberversagens verantwortlich, die von Medikamenten verursacht werden. 75 Prozent dieser "Fälle" versterben infolge dieses medikamentenbedingten Leberversagens. NSAR sind (gemeinsam mit Antibiotika, Cholesterinsenkern und Epilepsie-Arzneimitteln) für das übrige Drittel zuständig.

 

Diclofenac hingegen vermindert die Blutversorgung der Nieren, was – besonders bei vorgeschädigten Nieren – problematisch werden kann.

 

Die Nierenfunktion muss während einer Diclofenac-Einnahme daher regelmässig vom Arzt überprüft werden, um einem möglicherweise drohenden Nierenversagen noch rechtzeitig mit Gegenmassnahmen begegnen zu können.

Cortison bei Arthritis

 

Begleitend zu den nachfolgend beschriebenen Basistherapeutika wird gelegentlich Cortison verordnet. Es hemmt Entzündungen noch stärker als dies NSAR tun.

 

Cortison tut das natürlich nicht nur im Gelenk, sondern im ganzen Körper – obwohl es dort gar nicht nötig wäre. Und so treten auch die Cortison-Nebenwirkungen im ganzen Körper auf. Das kann Bluthochdruck sein, ein stärkeres Hungergefühl (und infolgedessen Übergewicht) oder Muskelschwäche.

 

Unter Cortison (abhängig von der Dosis und Dauer der Einnahme) entwickeln manche Menschen ein Vollmondgesicht, was bei Unwissenden (meist solchen, die noch den entbehrungsreichen Kriegszeiten entstammen) zum fragwürdigen Kompliment führen kann, man sehe so "gesund und proper" aus.

 

Leider fühlen sich die Betroffenen alles andere als gesund, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Cortison auch ernsthafte Augenkrankheiten (grüner und grauer Star), Diabetes, Hautveränderungen (Pickel, Blutungen, die sich in Blutergüssen unter der Haut abzeichnen), Depressionen und Osteoporose auslösen kann. Da Cortison nur deshalb Entzündungen hemmt, weil es die körpereigenen Abwehrkräfte schwächt, ist ein cortisonbehandelter Organismus ausserdem stärker infektionsgefährdet.

 

Sobald irgendwelche der genannten Probleme auftreten, wie z. B. grosser Durst (Hinweis auf Diabetes), Fieber (Hinweis auf Infektion) oder andere, möge man daher umgehend seinen Arzt darüber informieren.

 

Doch warum nur, so könnte man sich fragen, sollte man das tun?

 

Damit dieser die Cortisonbehandlung absetzt bzw. ausschleicht und die Arthritis wiederkehrt?

 

Damit er andere Medikamente mit anderen Nebenwirkungen verordnen kann?

 

Damit er Medikamente gegen die entstandenen Nebenwirkungen verschreiben kann, woraufhin sich die nächsten Nebenwirkungen einstellen?

Basistherapeutika bei Arthritis

 

Die so genannten Basistherapeutika sind jene Medikamente, die Ihnen vielleicht unter der Bezeichnung "Chemotherapie" geläufiger sind. Sie werden normalerweise in hohen Dosen bei Krebs eingesetzt.

 

Bei Arthritis kommen sie dann zum Zuge, wenn Cortison und NSAR nicht mehr zufrieden stellend wirken. Es handelt sich um Wirkstoffe wie z. B. Methotrexat, Sulfasalazin, Azathioprin und Chloroquin.

 

Im Gegensatz zu den übrigen symptomorientierten Medikamenten, die Schmerzen oder Entzündungen lindern sollen, unterdrücken diese Mittel ganz extrem das Immunsystem des Körpers.

 

Sie hemmen – z. B. im Falle von Azathioprin - konkret die Vermehrung der wichtigsten Abwehrzellen des Körpers.

 

Es werden also jene Zellen blockiert, die uns eigentlich vor Krankheit und Tod beschützen, so dass die weiter unten beschriebenen Nebenwirkungen der Basistherapeutika niemanden mehr verwundern dürften.

 

Man behauptet, mit Hilfe von Basistherapeutika direkt in die für Arthritis verantwortlich gemachte Immunreaktion des Körpers einzugreifen.

 

Da damit jedoch noch lange nicht der Auslöser dieser Immunreaktion erkannt und eliminiert wird, handelt es sich auch bei dieser Therapie um keine heilende, sondern wiederum um eine rein symptomorientierte, die – trotz aller Versprechen – eine Reihe ernsthafter Nebenwirkungen haben kann und darüber hinaus nicht einmal bei jedem Betroffenen gleichermassen eine Linderung herbeiführt.

 

Letzteres beweist erneut, dass arthritisähnliche Symptome in jedem Körper ein individuelles Geschehen darstellen, die mit Einheitsmedikamenten vielleicht unterdrückt, jedoch niemals endgültig behoben werden können.

Nebenwirkungen der Basistherapeutika

 

Leider zeigt es sich ausserdem erst nach einer Anlaufzeit von mehreren Wochen bis Monaten, ob man zu jenem Personenkreis gehört, bei dem die Basistherapeutika anschlagen oder eben nicht.

 

Wenn ja, dann kann die Arthritis vorübergehend verschwinden sowie schmerzhafte Entzündungsschübe und die drohende Gelenksteifheit verhindert werden.

 

Das hört sich prima an. Doch was nützen Ihnen all diese wunderbaren (vorübergehenden!) Auswirkungen, wenn Sie statt dessen neuerdings unter Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, Veränderungen des Blutbildes (u. a. Blutarmut), chronischen Pilzinfekten und Kopfschmerzen leiden, wenn Ihnen die Haare ausfallen, Ihre Leber geschädigt ist, Sie jeden grassierenden Infekt aufschnappen und Sie ausserdem von Depressionen heimgesucht werden?

Alzheimer statt Arthritis?

 

Wussten Sie ferner, dass viele der Basistherapeutika die Aufnahme von Folsäure hemmen.

 

Methotrexat ist ein regelrechter Folsäure-Antagonist. Folsäure ist ein lebensnotwendiges Vitamin, das in der heutigen Ernährung meist sowieso schon knapp bemessen ist und dessen Mangel in Verdacht steht, die Alzheimer-Erkrankung mit auszulösen. Was also nützen Ihnen schmerzfreie Gelenke, wenn Sie sich in naher Zukunft nicht mehr an Ihren Namen erinnern können?

 

Wenn Sie bereits Basistherapeutika einnehmen, dann achten Sie in jedem Fall darauf, täglich sehr viel reines Wasser zu trinken, um die Ausscheidung der Medikamente zu fördern und sorgen Sie ausserdem – falls Ihr Rheumatologe dies versäumen sollte – für eine ausreichende Folsäurezufuhr (zeitversetzt zur Medikamenteneinnahme).

Biologische Medikamente bei Arthritis

 

Biologicals (zu deutsch "biologische Medikamente" oder "Biologika") sind brandneue Arzneimittel aus dem Genlabor. Die Beschreibung ihrer Wirkmechanismen hört sich zugegebenermassen äusserst vielversprechend an.

 

Im Gegensatz zu den Basistherapeutika beeinflussen Biologicals das Immunsystem nur sehr gezielt. Die so genannten TNF-alpha-Hemmer beispielsweise schalten den gleichnamigen Botenstoff aus (TNF-alpha), der als Kommunikationsmittel zwischen den Immunzellen fungiert und einem "Flugblatt" mit der Aufschrift "Lasst uns Entzündung machen!" gleicht.

 

Versagt auch diese Behandlung oder geht sie mit zu starken Nebenwirkungen einher, dann wird weiter experimentiert, z. B. mit der so genannten B-Zell-Therapie. Dabei werden nur bestimmte B-Zellen des Immunsystems zerstört, nämlich jene, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Arthritis spielen.

 

Die übrigen B-Zellen, die Teil des schützenden Immunsystems sind, sollen dabei unangetastet bleiben.

 

Problem der Biologika könnte deren Jugend darstellen. Man setzt sie erst seit wenigen Jahren ein und manche befinden sich derzeit gar erst in der Testphase. Zu Langzeitwirkungen gibt es nicht die geringsten Erfahrungen. Dass medikamentöse Dauerattacken auf die hochkomplizierten Regulations- und Kommunikationsmechanismen des Organismus jedoch folgenlos bleiben könnten, scheint wenig realistisch zu sein.

Fasten bei Arthritis nimmt den Schmerz

 

Eine Fasten-Kur löst bei den meisten Arthritis-Patienten binnen weniger Tage die quälenden Schmerzen in Luft auf, so dass die schulmedizinischen Medikamente während des Fastens abgesetzt werden können. Nach dem Fasten kehren die Schmerzen zurück. Was wird geschlussfolgert? Fasten helfe zwar, aber eben nur solange man faste. Da man aber schlecht dauerhaft ohne Nahrung leben könne, nütze das Fasten langfristig nichts.

 

Der Denkfehler ist hier, dass das Fasten nicht nur deshalb wirkt, weil man überhaupt nichts isst, sondern weil man dabei zwangsläufig all das nicht isst, was dem Körper schadet. Wenn man nach dem Fasten nur noch solche Lebensmittel zu sich nimmt, die vorteilhaft und gesund sind und gegen die keine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt, dann bleibt der Schmerz gering und der Körper kann sich langsam aber sicher erholen und neue Kräfte schöpfen.

Arthritis-Diät: Gibt es sie oder gibt es sie nicht?

 

Doch welche Lebensmittel sind bei Arthritis vorteilhaft und gesund? Sogar herkömmliche Ernährungsberater wissen auf diese Frage eine – zumindest teilweise – einleuchtende Antwort und erzählen an dieser Stelle von einer so genannten entzündungshemmenden Ernährungsweise.

 

Diese könne – so heisst es – eine Arthritis zwar positiv beeinflussen und Schmerzen mildern, dennoch wehrt man sich mit Händen und Füssen dagegen, eine spezielle Arthritis- oder gar Rheuma-Diät anzuerkennen.

 

Das liegt ganz einfach daran, dass die empfohlenen Ernährungstipps zwar bereits einen Schritt in die richtige Richtung darstellen, aber erstens nicht rundum stimmig sind und zweitens noch lange nicht ausreichen, um ein arthritisähnliches Geschehen definitiv aufzuhalten - was aber mit weiteren Schritten durchaus möglich wäre.

Die Entzündungshemmende Ernährungstherapie

 

Rheumatologen jedoch "verschwenden" selten ihre wertvolle Zeit, um Ernährungsratschläge zu erteilen. Mit grossem Glück trifft man einen, der sich dazu herablässt. Doch auch in diesem Falle ist die Ausbeute an hilfreichen Tipps nicht sonderlich üppig und lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen:

 

"Fettes Fleisch und Wurst sowie Butter, Eigelb und fettreicher Käse sollten gemieden bzw. reduziert werden, dafür müsse man mindestens zwei Fischmahlzeiten pro Woche, möglichst viele fettarme Milchprodukte sowie viele Vollkornprodukte verzehren."

Das war’s. Ungeachtet ihres bescheidenen Umfanges, werden diese Ratschläge formvollendet als die erwähnte entzündungshemmende Ernährungstherapie gepriesen – die aber

"selbstverständlich immer nur unterstützend zu einer medikamentösen Therapie eingesetzt werden darf".

Bei Arthritis Arachidonsäure meiden

 

Die Idee hinter der so genannten entzündungshemmenden Ernährungsweise hat durchaus ihre Berechtigung: Die Omega-6-Fettsäure namens Arachidonsäure – die ausschliesslich in fetthaltigen tierischen Nahrungsmitteln vorkommt – fördert im Körper die Bildung von hormonähnlichen Stoffen, den so genannten Serie-2-Prostaglandinen.

 

Diese sind direkt an der Entstehung von rheumatischen Entzündungsreaktionen beteiligt.

 

Folglich lässt sich allein durch das Meiden von arachidonsäurehaltigen Nahrungsmitteln die Schwere der Arthritis-Aktivität reduzieren. Da es sich bei der Arachidonsäure um eine FETTsäure handelt, sind fettreiche tierische Produkte als besonders kritisch zu bewerten.

 

Eine Ausnahme soll fetter Meeresfisch wie Hering oder Makrele darstellen.

 

Dort sind die Antagonisten der Arachidonsäure zu finden, nämlich die vielgerühmten Omega-3-Fettsäuren, die sogar entzündungshemmend wirken können.

Entzündungshemmende Ernährung: Nur Teilerfolge

 

Interessant ist, dass bereits diese geringfügigen Änderungen in der Ernährungsweise bei vielen Arthritis-Patienten zu einer deutlichen Besserung führen, die umso auffälliger wird, je konsequenter die Ernährungsrichtlinien befolgt werden. Da die dadurch beeinflusste Entzündung jedoch nicht die Ursache der Arthritis ist, sondern nur eines ihrer Symptome, kann die entzündungshemmende Ernährungsweise zwar zu einer Linderung, aber nicht zur Heilung führen.

 

Die nachfolgend aufgeführten möglichen Ursachen der Arthritis machen deutlich, wie viele Aspekte bei der Entstehung von Arthritis mitwirken können und zeigen die Notwendigkeit einer wirklich ganzheitlichen Therapie. Mit Medikamenten, die nur einzelne Funktionen des Organismus beeinflussen, kann eine Krankheit folglich kaum geheilt werden.

 

Der gesamte Körper stellt eine Einheit dar und kann nur dann wieder stark und heil werden, wenn er auch als solche wahrgenommen wird.

 

Daher ist das Ziel einer ganzheitlichen Arthritis-Therapie die vollumfängliche Unterstützung des Körpers, damit dieser wieder in sein Gleichgewicht finden und sich aus eigener Kraft aus den Klauen der Arthritis befreien kann.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

 

Einige Patienten berichten, dass bei ihnen bestimmte Nahrungsmittel einen Arthritisschub auslösen könnten. Selten werden sie von ihren Ärzten ernst genommen. Man schätzt, dass eine solche Nahrungsmittelunverträglichkeit bei bis zu 10 Prozent der Betroffenen an der Ausprägung der Arthritis mitbeteiligt sein kann.

 

Das wären allein in Deutschland 80.000 Menschen, die mit nebenwirkungsreichen Medikamenten behandelt werden, obwohl schon eine umfangreiche Ernährungsberatung mit nachfolgender Ernährungsumstellung ihre Beschwerden deutlich lindern könnte.

 

Besonders Getreide- und Milcheiweisse können zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen, so dass in diesen Fällen die erwähnte "entzündungshemmende Ernährungsweise", die Arthritis-Kranke zu besonders vielen Milch- und Vollkornprodukten drängt, in einer Verschlimmerung der Symptome münden kann.

Arthritis Ursachen

Chronische Übersäuerung

 

Bei der Verstoffwechslung ungesunder Nahrung entstehen Säuren, die vom Darm ins Blut gelangen. Das Blut muss in jedem Fall einen bestimmten leicht basischen pH-Wert aufrecht erhalten. Andernfalls käme es zu den lebensgefährlichen Symptomen einer Blut-Azidose.

 

Die Säuren werden daher ins Bindegewebe (das sogen. Fasziengewebe) abtransportiert, wo sie so lange zwischengelagert werden, bis sich für den Organismus die Möglichkeit ergibt, die Säuren über die Nieren, den Darm oder die Haut wieder auszuscheiden. Da jedoch ständig neue Säuren im Körper eintreffen, verbleiben die Säuredeponien meist erhalten und können nur noch unvollständig abgebaut werden, die Faszien verkleben.

 

Damit alle Zellen optimal mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden können und gleichzeitig regelmässig entgiften können, ist jedoch ein sauberes Bindegewebe von herausragender Wichtigkeit. Ein übersäuertes Bindegewebe führt folglich zu einem verlangsamten Stoffwechsel, zu überlasteten Ausscheidungsorganen (Leber, Nieren) und beeinträchtigt die Funktionen des Immunsystems.

 

Chronische Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen können die Folge sein.

Mangelhafte Darmgesundheit

 

Es ist bekannt, dass bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) oft gleichzeitig auch entzündliche rheumatische Erkrankungen vorliegen. Auch ergaben Untersuchungen der Darmflora von Rheumatikern, dass deren mikrobielle Zusammensetzung sowohl von derjenigen gesunder Personen abweicht als auch ein deutlich entzündungsförderndes Potential aufweist. [Quelle]

 

Es bestehen also unleugbare Zusammenhänge zwischen der Darmgesundheit und der Gelenkgesundheit.

Leaky-Gut-Syndrom

 

Ein für die Entstehung von Arthritis ebenfalls bedeutendes Problem könnte das sog.Leaky-Gut-Syndrom (zu Deutsch "Durchlässiger-Darm-Syndrom") darstellen: Die Darmschleimhaut und die auf ihr siedelnde Darmflora stellen normalerweise eine natürliche Barriere für Schadstoffe, unvollständig verdaute Nahrungsbestandteile (z. B. Eiweisse) und giftige Stoffwechselendprodukte dar, während Vital- und Nährstoffe ungehindert passieren können.

 

Wird der Darm durch ungesunde Ernährung und/oder Medikamente irritiert, nehmen Gärung und Fäulnis überhand, Pilze siedeln sich an und die Darmflora wird gestört.

 

Eine gestörte Darmflora jedoch kann nicht mehr ihre ursprüngliche Aufgabe (Schutz der Darmschleimhaut) wahrnehmen, woraufhin pathogene Keime sowie Toxine und unverdaute Proteine die Darmschleimhaut passieren und jetzt Allergien und akute Entzündungen wie die Arthritis auslösen können.

 

Eine Darmsanierung und der Aufbau einer gesunden Darmflora ist folglich eine essentielle Massnahme, um die ursprüngliche Darmgesundheit wieder herzustellen.

Zuckerreiche Ernährung

 

Zucker kann die Entstehung von Arthritis begünstigen und Schübe verschlimmern. Viele Arthritis-Patienten berichten, dass sie unmittelbar nach dem Verzehr von zuckerreichen Produkten (Kuchen, Süssigkeiten, Softdrinks, gesüssten Milchprodukten etc.) beobachten können, wie ihre Gelenke anschwellen und die Schmerzen stärker werden.

 

Zucker fördert eine Arthritis, indem er für einen steigenden Insulinspiegel im Blut sorgt. Nun weiss man aber, dass Insulin das Enzym namens delta-5 Desaturase aktiviert. Dieses wiederum ist an der Bildung der Arachidonsäure aus Linolsäure beteiligt und die Arachidonsäure fördert ihrerseits nun – wie wir zwischenzeitlich wissen - die gefürchteten Entzündungen.

Falsche Fette

 

Eine Ernährung, die dauerhaft zu hohe Mengen der Omega-6-Fettsäuren und gleichzeitig nur selten Omega-3-Fettsäuren enthält, fördert die Entzündungsneigung des Körpers.

 

Das heute übliche Verhältnis der beiden Fettsäuren-Gruppen (Omega-6 zu Omega-3) beträgt durchschnittlich 25 zu 1, das wünschenswerte Verhältnis sollte jedoch bei etwa 5 zu 1 liegen. Omega-6-Fettsäuren befinden sich in tierischen Produkten und vielen pflanzlichen Fetten (Sonnenblumenöl, Distelöl u. a.).

 

Die erwünschten und entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren sind hingegen besonders in Leinsaat, Leinöl und auch in Hanföl enthalten.

Antioxidantien-Mangel in der Ernährung

 

Freie Radikale und oxidativer Stress belasten das Immunsystem – besonders dann, wenn sich das Immunsystem mit den eintreffenden Mengen freier Radikale überfordert sieht. Wenn mit der Nahrung jedoch ausreichend Antioxidantien im Körper ankommen, dann bleibt das Immunsystem Herr der Lage und sieht offenbar seltener einen Grund, das eigene Gewebe anzugreifen (wie das bei Arthritis der Fall ist).

 

Freie Radikale können jedoch auch direkt das Kollagen im Knorpelgewebe angreifen und dessen molekulare Struktur beeinträchtigen, so dass Antioxidantien die Gelenke nicht nur indirekt, sondern auch direkt vor Ort schützen können.

 

Antioxidantien sind in einer gesunden, naturbelassenen Ernährungsweise, wie sie weiter unten sowie auf vielen anderen Seiten des Zentrum der Gesundheit beschrieben werden, in ausreichenden Mengen und Qualitäten enthalten.

Mineralstoff- und Vitalstoffmangel

 

Eine Ernährungsweise auf Basis von Back- und Teigwaren, Milchprodukten, Wurstwaren und generell zahlreichen Fertigprodukten sowie eine Lebensweise, in der aus Angst vor Hautkrebs die Sonne gemieden wird, versorgt den Organismus nicht annähernd mit der nötigen Vitalstoffvielfalt und Vitalstoffmenge.

 

Immer wieder zeigen Studien, dass Vitamine, Spurenelemente, Enzyme, spezielle Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe zu einer Linderung der Arthritis bzw. zu deren Vorbeugung beitragen können. Bei chronischen Schmerzbeschwerden wie die Arthritis zeigte sich beispielsweise, dass Menschen, die optimale Vitamin-D-Werte aufwiesen, deutlich weniger Schmerzmittel brauchen. [Quelle]

 

Auch Vitamin C gilt als schützender Faktor gegen rheumatoide Arthritis. [Quelle]

 

Genauso gibt es Hinweise auf die Anti-Arthritis-Wirkung von Vitamin A und Vitamin E sowie des Vitamin-B-Komplexes.

 

Das Enzym Bromelain aus der Ananas ist für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt und auch die Spurenelemente Selen, Mangan und Bor sollten in keiner Arthritis-Therapie fehlen.

 

Das seltene Enyzm Superoxid-Dismutase (SOD), das z.B. im Gerstengras vorkommt, soll in einer Studie mit Arthritis-Patienten zu vermindertem Schmerz und einer Abschwellung der entzündeten Gelenke geführt haben. [Quelle]

 

Alle diese wunderbaren Vitalstoffe finden sich grösstenteils in einer gesunden möglichst naturbelassenen Ernährungs- und Lebensweise, wie sie weiter unten beschrieben wird.

Dauerstress oder emotionale Belastungen

 

Stress kann ein bedeutender Faktor für die mögliche Entstehung von Arthritis sein. Stresshormone können zur Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) führen und somit die Entwicklung von Arthritis begünstigen. Auch Störungen im weiblichen Hormonzyklus gelten als möglicher Auslöser für eine Arthritis.

 

So ist Progesteron beispielsweise ein Hormon mit unter anderem entzündungshemmender Wirkung. Stress jedoch kann zu einem niedrigen Progesteronspiegel führen und auch auf diese Weise Entzündungen fördern. Ein adäquates Stressmanagement ist also nicht nur für unseren Geist, sondern auch für unseren Körper nicht zu unterschätzen.

Hormonelles Ungleichgewicht bei Frauen nach der Menopause

 

Während der Menopause sinkt der Progesteronspiegel, so dass dies mit eine Erklärung (aber keine alleinige Ursache) für die gehäuften Arthritis-Neuerkrankungen bei Frauen in dieser Lebensphase sein könnte. Des Weiteren gilt eine Hormon-Ersatz-Therapie als Risikofaktor für die Entstehung einer Arthritis.

Schilddrüsenprobleme

 

Das Schilddrüsenhormon T3 reguliert die Aktivitäten der Knorpelzellen. Wird von der Schilddrüse zu viel oder zu wenig T3 ausgeschüttet, kommt es zum Knorpelabbau und infolgedessen zu Gelenkschäden. Zwar gehört dieser Aspekt besonders zum Thema "Arthrose", doch gelingt auch der bei einer Arthritis-Therapie erwünschte Knorpelaufbau nicht, wenn die Schilddrüse die dafür nötigen Hormone nicht in der richtigen Menge freigibt.

 

Die heute übliche Zwangsjodierung über jodiertes Salz, das sich in nahezu jedem Fertigprodukt, jedem Brot und auch in jedem Milch- oder Fleischprodukt (letzteres aufgrund der Jodierung des Viehfutters) befindet, beeinträchtigt bei vielen Menschen die Schilddrüsenfunktion.

 

Ein Jodüberschuss kann sowohl zu einer Überfunktion als auch zu einer Unterfunktion führen. Beides ist für die Knorpelgesundheit von Nachteil.

Magnesiummangel

 

Magnesiummangel kann Arthritis fördern, und umgekehrt kann eine ausreichende Magnesiumversorgung sowohl den Knorpelaufbau als auch die Knochendichte fördern, weil nur mit Hilfe von Magnesium das meist üppig vorhandene Calcium in die Knochen eingebaut werden kann (Osteoporose ist eine beliebte Folgeerkrankung der Arthritis) und weil nur mit Hilfe von Magnesium Eiweisse in Knorpelgewebe umgewandelt werden können. Magnesium kann ausserdem Entzündungen hemmen.

Arthritis Behandlung

Therapien
Organotrope Therapie

Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.

Immunbiologische und isopathische Therapie

Die immunbiologische und isopathische Therapie der Humanbiologie ist ein ganzheitlich-medizinisches Naturheilverfahren.

Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.

Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.

Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.

Personotrope Therapie

Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.

Bioresonanztherapie (BRT): die Bioresonanztherapie (BRT) biophysikalische Informationstherapie ist ein energetisches Behandlungsverfahren, dessen Grundlage die Quantenphysik ist. Es geht davon aus, dass jedes biologische System mit einer eigenen Frequenz schwingt, die auf die Eigenschwingung der Elementarteilchen zurückzuführen ist. Die Schwingungsfrequenz vermittelt einen ständigen biologischen Informationsfluss zwischen diesen elektrischen Feldern und der Materie bzw. dem Gewebe. Die Grundlage der Therapie besteht in der gezielten Einspeisung biologisch wirksamer Frequenzen, die z. B. krankes Gewebe, das in seiner Frequenz gestört ist, beeinflussen können. Außerdem wird erkranktes Gewebe mit patienteneigenen Schwingungen behandelt, indem diese in das erkrankte Gebiet geleitet werden.

 

Die Bioresonanztherapie ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen sinnvoll. Bestimmend für die Therapie ist nicht die Erkrankung, sondern das Schwingungszentrum.

 

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei der Erkrankung Arthritis und rheumatischen Erkrankungen in Frage kommen.

 

Homöopathie

Die homöopathische Behandlung:

In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.

Phytotherapie

Die phytotherapeutische Behandlung:

Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.

Akupunktur:

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre. 

Wichtig: Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!

Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.

Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.



Naturheilpraxis Biloba - Regio Sissach|Basel

diplomierter Naturarzt NVS und Homöopath