Natürliche Mittel lindern Wechseljahresbeschwerden

Bei Wechseljahresbeschwerden wird zunehmend auf natürliche Behandlungsmethoden gesetzt. Als Alternative zu synthetisch hergestellten Hormonen sind pflanzliche Mittel therapeutisch wirksam und gleichzeitig nebenwirkungsarm.

Bei Wechseljahresbeschwerden wird zunehmend auf natürliche Behandlungsmethoden gesetzt. Als Alternative zu synthetisch hergestellten Hormonen sind pflanzliche Mittel therapeutisch wirksam und gleichzeitig nebenwirkungsarm. Inzwischen liegen zu vielen natürlichen Mitteln überzeugende wissenschaftliche Studien vor. Sie zeigen, dass die in der Naturheilkunde schon seit Jahren bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzten Pflanzenpräparate nicht nur über Placebo-Effekte wirken, sondern herkömmliche Arzneimittel in vielen Fällen erfolgreich ersetzen können.

Pflanzliche Mittel in den Wechseljahren

 

Um den Hormonhaushalt wieder in Balance zu bringen, kann man zwar im äussersten Notfall Gebrauch von einer Hormonersatztherapie machen, von einer langfristigen Einnahme über viele Jahre hinweg wird allerdings selbst von vielen Schulmedizinern inzwischen abgeraten.

 

Langzeitstudien haben gezeigt, dass Hormontherapien bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden ein erhöhtes Brust- und Gebärmutterkrebs-Risiko bergen können.

 

Überdies gehören Thromboembolien zu den wichtigsten Nebenwirkungen schulmedizinischer Hormonersatztherapien, wie z. B. die Ergebnisse der Women`s Health Initiative bestätigen.

 

Es ist also äusserst sinnvoll, sich bei Wechseljahresbeschwerden nach verträglichen Alternativen umzusehen.

 

Wir stellen Ihnen nachfolgend die gängigsten natürlichen Mittel bei Wechseljahresbeschwerden vor – und zwar jene, deren medizinische Wirkungen mittlerweile wissenschaftlich abgesichert sind.

1. Traubensilberkerze in den Wechseljahren – hilft bei Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen

 

Die Traubensilberkerze ist in Nordamerika sowie Kanada beheimatet und wird schon lange von den dort ansässigen Einheimischen als Heilpflanze bei klimakterischen Beschwerden und gynäkologischen Erkrankungen eingesetzt.

 

Das Besondere an der Traubensilberkerze ist, dass ihr Wurzelstock dem Östrogen ähnliche Pflanzenhormone enthält.

 

Die Traubensilberkerze wirkt also östrogenartig, was bedeutet, dass die Inhaltsstoffe der Heilpflanze chemisch zwar anders aufgebaut sind als Östrogene, aber dennoch an die Östrogenrezeptoren andocken können und auf diese Weise eine östrogenartige Wirkung ausüben.

 

Die östrogenartige Wirkung ist jedoch deutlich schwächer als jene der echten Östrogene, so dass hier keine Nebenwirkungsgefahr besteht.

 

Die Traubensilberkerze übt auf den weiblichen Hormonstoffwechsel eine regulierende Wirkung aus und dient somit als sanfte Hilfe bei den typischen Östrogenmangelerscheinungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen, innere Unruhe und Stimmungsschwankungen – was man anhand einer placebokontrollierten Doppelblind-Studie aus den Jahren 2011/2012 auch nachweisen konnte.

An dieser Studie nahmen 84 Frauen mit Wechseljahresbeschwerden teil. Acht Wochen lang erhielten die Teilnehmerinnen eine Tablette pro Tag.

 

Bei 42 Frauen enthielt die Tablette 6,5 mg Extrakt aus der Traubensilberkerze, bei den übrigen Teilnehmerinnen handelte es sich um eine Placebo-Tablette.

 

Natürlich wussten die Frauen nicht, zu welcher Gruppe sie gehörten.

 

Es stellte sich heraus, dass die Einnahme der Traubensilberkerze zur Linderung der körperlichen als auch der psychischen Wechseljahresbeschwerden verhalf, ohne dabei Nebenwirkungen mit sich zu bringen.

2. Johanniskraut in den Wechseljahren – hilft bei Schlaflosigkeit und Depression

 

Vom Johanniskraut werden in der Naturheilkunde Extrakte oder auch das Johanniskrautöl verwendet. Extrakte kommen zur Stimmungsaufhellung in Frage sowie bei leichten bis mittelschweren Depressionen.

In den Wechseljahren tauchen häufig Stimmungsschwankungen auf, so dass auch hier das Johanniskraut als wirksames Mittel zum Einsatz kommen kann.

 

In einer klinischen Studie des Gesundheitszentrums Isfahan im Iran untersuchte man die Wirksamkeit von Johanniskraut bei Wechseljahresbeschwerden. Das International Journal of Biomedical Science veröffentlichte 2010 die Ergebnisse zur besagten Studie.

 

Eine Behandlungsgruppe von 30 Frauen erhielt über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen ein Johanniskrautpräparat. Schon nach drei Wochen konnte eine signifikante Abnahme von Schlaflosigkeit, Depression, Wut und Kopfschmerzen, welche bei den Probandinnen im Rahmen ihrer Wechseljahre zuvor noch häufig aufgetreten waren.

 

Johanniskraut gilt daher als gute Alternative zur synthetisch hergestellten Hormonersatztherapie, wenn es um die genannten eher seelisch-psychischen Problematiken geht.

3. Mönchspfeffer in den Wechseljahren – bringt den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht

 

In den Wechseljahren sinkt nicht nur der Östrogenspiegel. Auch der Progesteronspiegel fällt immer weiter ab.

 

Um insbesondere letzteren wieder etwas anzuheben und die damit in Verbindung stehenden Symptome abzumildern, eignet sich der Mönchspfeffer (Vitex Agnus Castus) oder auch Keuschlamm genannt.

 

Er senkt den Prolaktinspiegel, hebt den Progesteronlevel und kurbelt dadurch auch die körpereigene Östrogenproduktion wieder etwas an.

 

Somit wirkt sich die Pflanze regulierend auf den irritierten Hormonhaushalt aus – und zwar offenbar sogar in Form ihrer ätherischen Öle, wie eine Studie aus dem Jahr 2003 zeigte, die im International Journal of Aromatherapy veröffentlicht wurde.

 

23 Frauen nahmen an der Untersuchung teil und berichteten von einer deutlichen Reduzierung ihrer Wechseljahresbeschwerden.

 

Normalerweise wird der Mönchspfeffer jedoch in Form von standardisierten Extrakten eingenommen.

4. Maca in den Wechseljahren – schenkt positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt

 

Besonders in der Zeit der hormonellen Umstellung fühlen sich Frauen leistungsschwach und energielos. Die Maca Wurzel gilt als Powerknolle, welche die allgemeine Belastbarkeit erhöhen und mit Kraft und Ausdauer versorgen soll.

 

Schon vor 2000 Jahren wurde das Wundermittel in den peruanischen Anden angebaut und als stärkendes Lebensmittel geschätzt. Das Superfood der südamerikanischen Inka kommt in der Naturheilkunde bei Potenz- und Libidoschwäche zur Verwendung und wird auch bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.

Das International Journal of Biomedical Science veröffentlichte 2005 eine klinische placebokontrollierte Studie, die mit 20 Frauen über einen Zeitraum von neun Monaten durchgeführt worden ist.

 

Zu Beginn der Studie wurde der Hormonspiegel der Frauen im Blut ermittelt. Eine weitere Hormonspiegelbestimmung erfolgte nach einem Monat, in dem die Teilnehmerinnen ein Placebo-Präparat eingenommen hatten.

 

Nach zwei bis acht Monaten erfolgte die Einnahme von 2 g Macawurzelpulver in Form von zwei Kapseln à 500 mg zweimal täglich. Auch hier wurde der Hormonspiegel der Frauen im Blut bestimmt.

 

Im Vergleich zu den Placebo-Präparaten wurde bei der Einnahme des Macapulvers eine signifikante Veränderung des Hormonhaushalts festgestellt und trug zur Verbesserung des Wohlbefindens während der Wechseljahre bei.

Pflanzliche Arzneimittel – Auf was Sie achten sollten

 

Auch wenn pflanzliche Arzneimittel im Vergleich zu synthetisch hergestellten Medikamenten nebenwirkungsärmer sind, sollten diese natürlich dennoch nicht willkürlich eingenommen werden.

 

Denn auch hier können Überdosierungen oder Wechselwirkungen mit anderen Präparaten auftreten.

 

Aus diesem Grund sollte auch eine pflanzliche Behandlungsmethode bei Wechseljahresbeschwerden stets mit einem ganzheitlich orientierten Naturarzt oder einem naturheilkundlich versierten Therapeuten besprochen werden.

Therapien

Organotrope Therapie

Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.

Immunbiologische und isopathische Therapie

Die immunbiologische und isopathische Therapie der Humanbiologie ist ein ganzheitlich-medizinisches Naturheilverfahren.

Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.

Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.

Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.

Personotrope Therapie: anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.

Bioresonanztherapie (BRT): die Bioresonanztherapie (BRT) biophysikalische Informationstherapie ist ein energetisches Behandlungsverfahren, dessen Grundlage die Quantenphysik ist. Es geht davon aus, dass jedes biologische System mit einer eigenen Frequenz schwingt, die auf die Eigenschwingung der Elementarteilchen zurückzuführen ist. Die Schwingungsfrequenz vermittelt einen ständigen biologischen Informationsfluss zwischen diesen elektrischen Feldern und der Materie bzw. dem Gewebe. Die Grundlage der Therapie besteht in der gezielten Einspeisung biologisch wirksamer Frequenzen, die z. B. krankes Gewebe, das in seiner Frequenz gestört ist, beeinflussen können. Außerdem wird erkranktes Gewebe mit patienteneigenen Schwingungen behandelt, indem diese in das erkrankte Gebiet geleitet werden.

Die Bioresonanztherapie ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen sinnvoll. Bestimmend für die Therapie ist nicht die Erkrankung, sondern das Schwingungszentrum.

 

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei der Erkrankung von Wechseljahresbeschwerden in Frage kommen.

Homöopathie

Die homöopathische Behandlung:

In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.

Phytotherapie

Die phytotherapeutische Behandlung:

Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.

Akupunktur:

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre. 

Wichtig: Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!

Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.

Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.



Naturheilpraxis Biloba - Regio Sissach|Basel

diplomierter Naturarzt NVS und Homöopath